Methoden, um einen bestehenden Eisenmangel auszugleichen

Um einen Eisenmangel auszugleichen, stehen den Betroffenen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Eine häufige Ursache für die Mangel-Erscheinung ist eine unausgewogene Ernährung. Eisenhaltige Nahrungsmittel sorgen für einen Ausgleich. Reicht dies nicht aus, verschreibt der Arzt ein geeignetes Eisenpräparat.

Eisenmangel erkennen und entgegenwirken

Das in tierischen Produkten vermehrt vorkommende zweiwertige Eisen nimmt der menschliche Körper besser auf, als das aus den pflanzlichen Produkten. Aus diesem Grund leiden häufig Vegetarier und Veganer unter Eisenmangel. In Kombination mit den passenden Lebensmitteln ist es möglich, die Eisen-Aufnahme auch aus rein pflanzlichen Produkten zu fördern.

Paleo diet products     Mara Zemgaliete     #77967351, fotolia

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Ausgewogene Ernährung beugt Eisenmangel vor

Eine vollwertige, an Abwechslung reiche Ernährung ist bei Auftreten von Mangel-Erscheinungen bedeutend. Eisenhaltige Lebensmittel gleichen den Eisenmangel aus und füllen den körpereigenen Speicher wieder auf. Viel davon enthalten:

  • Fisch und Fleisch,
  • Vollkorn-Produkte,
  • grünes Blattgemüse wie Mangold, Löwenzahn und Spinat,
  • Tomaten,
  • Brokkoli,
  • Rote Bete,
  • Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen,
  • Nüsse, Kerne und Samen,
  • Hirse,
  • Kräuter wie Minze und Petersilie.

 

Vitamin C fördert die Eisen-Aufnahme

Verschiedene Lebensmittel und Stoffe fördern die Eisen-Aufnahme und helfen, den Eisenmangel auszugleichen. Nahrungsmittel mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt in Kombination mit eisenhaltigen Lebensmitteln wirken effektiv dem Eisenmangel entgegen. Vitamin C ist in Früchten wie Orangen und Zitronen, in Kohlrabi, Blumenkohl, Tomaten, Paprika, Meerrettich und anderen Gemüsesorten enthalten.

 

Weitere Stoffe, die die Eisen-Aufnahme fördern, sind:

  • Fruchtzucker,
  • organische Fruchtsäuren aus Apfel und Zitrone,
  • tierische Proteine,
  • Cystein aus Erbsen, Sojabohnen, Reis, Nüssen oder Vollkornprodukten.

 

Einige Lebensmittel hemmen die Eisen-Aufnahme

Es gibt einige Stoffe, die eine Aufnahme von Eisen in den Körper verhindern oder hemmen. Dazu gehören Magnesium, Kalzium, Polyphenole und Phosphate. Magnesium und Kalzium sind vor allem in Milchprodukten in größeren Mengen vorhanden. Kaffee und schwarzer Tee enthalten Polyphenole. Phosphate finden sich in Käse und Fleisch. Diese Lebensmittel sind beim Ausgleich eines Eisenmangels zu vermeiden.

 

Eisenpräparate helfen beim Ausgleich des Mangels

Besonders Frauen haben einen erhöhten Eisenbedarf aufgrund ihrer Menstruations-Blutungen. Sie benötigen täglich zwischen 10 und 18 Milligramm, während der Schwangerschaft sogar 20 bis 30 Milligramm, Eisen. Männer, Kinder und Frauen nach den Wechseljahren benötigen etwa 8 Milligramm Eisen pro Tag.

Genügt eine Änderung der Ernährungsweise nicht, um den Eisenmangel auszugleichen, verabreicht der Arzt ein Eisenpräparat. Dies geschieht normalerweise in Form von Brausetabletten oder Kapseln, in seltenen Fällen auch intravenös mittels einer Infusion.

Der Patient nimmt das Eisenpräparat ein bis zwei Mal täglich auf nüchternem Magen ein bis zwei Stunden vor der nächsten Mahlzeit ein. Empfindliche Personen reagieren auf das Medikament häufig mit Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall. Der Arzt verschreibt in diesem Fall ein anderes Eisen-Präparat und verringert gegebenenfalls die Dosierung. Verträgt der Patient auch dieses nicht, kommt die Infusion zum Einsatz. Diese führt möglicherweise zu einer lokalen Venen-Reizung oder zu einer allergischen Reaktion.

 

Die Eisenspeicher des Körpers

Die Behandlung eines Eisenmangels mit Medikamenten dauert meist mehrere Monate. Die Eisenspeicher des Körpers füllen sich nur langsam wieder auf. Nach einem Monat zeigt sich eine Verbesserung der Blutwerte. Insgesamt dauert die Behandlung etwa drei bis sechs Monate.

Patienten greifen erst nach Absprache mit dem Arzt auf Eisenpräparate zurück, um ihren Eisenmangel auszugleichen. Der Arzt weiß, welche Dosierung die richtige ist. Nimmt der Patient Eisen als Nahrungsergänzungs-Mittel in Eigenregie ein, ist eine Überdosierung möglich. Eine Vergiftung mit Eisen führt zu Erbrechen, Durchfall, Blutungen, Nieren- und Leber-Schädigungen, Kreislauf-Kollaps und im schlimmsten Fall zum Tod.

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Eisendefizite mit einfachen Mitteln erfolgreich ausgleichen

Eisenmangel lässt sich mit verschiedenen Mitteln kompensieren. Wichtig für ein langfristiges Fernbleiben der Mangel-Erscheinung ist eine ausgewogene Ernährung. Dabei ist auf eisenhaltige Lebensmittel zu achten. Eine Kombination mit Stoffen, welche die Eisen-Aufnahme fördern, bewirkt einen besseren Ausgleich des Eisenmangels.

Die Eisen-Aufnahme hemmende Nahrungsmittel sind zu vermeiden. Reicht eine Ernährungs-Umstellung nicht aus, behandelt der Arzt den Mangel medikamentös mit Kapseln, Brause-Tabletten oder Tropfen. Bei einer Unverträglichkeit greift er auf eine Infusion zurück. Patienten nehmen Eisen-Präparate nur in Absprache mit ihrem Arzt ein.

 

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