Gründe, Symptome und Therapie der
Mangelerscheinung bei Kindern

Der Eisenbedarf fällt bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen hoch aus. Bleibt die über die Nahrung aufgenommene Dosis des Spurenelements unter dem täglichen Bedarf, entsteht ein Mangel.

Eisenmangel erkennen und entgegenwirken

Eisenmangel bei KindernEisen übernimmt im Körper mehrere wichtige Funktionen. Es spielt beim Sauerstoff-Transport eine entscheidende Rolle und wirkt sich auf die Muskeln, die Haut, die Nägel und die Haare aus. Kinder besitzen aufgrund des Wachstums einen vergleichsweise hohen Bedarf an Eisen.

Dadurch steigt die täglich empfohlene Dosis, welche nicht alle Personen über ihre Nahrung decken. Durchschnittlich leidet eines von zehn Kindern an einem Eisenmangel. Im weiteren Verlauf folgen ausführliche Informationen über die Gründe, die Folgen und die Prävention von Eisenmangel bei Kindern.

 

Täglicher Eisenbedarf nach Altersgruppen

Der empfohlene Tagesbedarf an Eisen einer erwachsenen Person liegt zwischen zehn (Mann) und 15 Milligramm (Frau). Kinder überschreiten die genannten unteren Werte bereits ab einem Alter von zehn Jahren. Die folgende Übersicht listet die Zunahme des täglichen Bedarfs mit dem Alter auf:

  •    Neugeborene bis vier Monate: 0,5 Milligramm,
  •    Babys zwischen vier und zwölf Monaten: acht Milligramm,
  •    Kinder zwischen einem und sieben Jahren: acht Milligramm,
  •    Jungen zwischen zehn und 15 Jahren: zwölf Milligramm
  •    Mädchen zwischen zehn und 15 Jahren: 15 Milligramm

Angesichts des erläuterten großen Bedarfs besteht ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Kindern.

 

Gesunde, ausgewogene Ernährung verhindert Eisenmangel

Im Normalfall nimmt der menschliche Körper das Eisen über die Nahrung auf. Das bedeutet im Umkehrschluss: Der Eisenmangel bei Kindern begründet sich in einer unzureichenden Ernährung. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Essgewohnheit bildet die Basis für die ausreichende Zufuhr von Eisen. Sie setzt sich aus Obst, Gemüse und Fleisch zusammen. Das Letztgenannte übernimmt eine wichtige Rolle. Deswegen fällt bei vegetarisch ernährten Kindern die Gefahr eines Eisenmangels nochmals höher aus.

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Die angesprochene ausgewogene Ernährung hilft, einem Eisenmangel bei Kindern vorzubeugen. Einen hohen Anteil an Ferrum weist Rindfleisch auf. Allgemein verarbeitet der Körper tierisches Eisen besser als die pflanzliche Variante des Spurenelements. Dennoch gehören Obst und Gemüse gleichermaßen zu einer gesunden Ernährungsweise, um den Mangel bei Kindern zu verhindern. Diesbezüglich zählen Hirse, Weizen, Spinat, Salat, Johannisbeeren oder Himbeeren zu den eisenhaltigen Nahrungsmitteln.

 

Symptome eines Eisenmangels bei Kindern

Zehn Prozent aller Kinder leiden an einem Eisenmangel. Das äußert sich zunächst durch Blässe im Gesicht, fehlendem Appetit, Lustlosigkeit und Konzentrations-Schwächen. Der Grund für die Symptome liegt in den Funktionen, die das Spurenelement übernimmt. Der Körper benötigt Eisen, um den Blutfarbstoff Hämoglobin zu bilden. Das Hämoglobin verantwortet den Sauerstoff-Transport von der Lunge in die Organe.

Erhält der Körper zu wenig Eisen, entsteht weniger vom Blutfarbstoff. Das verursacht eine durch den Eisenmangel ausgelöste Blutarmut, die eine verschlechterte Versorgung der Organe mit Sauerstoff hervorruft. Im schlimmsten Fall führt der Eisenmangel bei Kindern zu Entwicklungs-Störungen. Ein Sonderfall stellt der Eisenmangel bei Un- und Neugeborenen dar. Während der Schwangerschaft erhöht sich der tägliche Eisenbedarf der künftigen Mutter. Sofern sie den gestiegenen Bedarf nicht deckt, beeinträchtigt der Mangel den Entwicklungsprozess des ungeborenen Kindes. Oftmals kommen betroffene Kinder mit zu kleinen Körpermaßen zur Welt. Ferner wirkt sich die Unterversorgung möglicherweise auf den Geisteszustand aus.

Kritische Phasen des Eisenmangels bei Kindern

Nach der Geburt reduziert sich der Anteil des in der Muttermilch enthaltenen Ferrums innerhalb von sechs Monaten um die Hälfte. Parallel wächst das Baby, woraus ein erhöhter Eisenbedarf resultiert. Das erfordert spätestens ab dem fünften Schwangerschafts-Monat den Einsatz von zusätzlicher, eisenreicher Kost neben der Muttermilch.

Eine zweite kritische Phase findet im Alter von elf bis 14 Jahren statt. In dem genannten Zeitraum zeigt sich vor allem bei den Jungen ein Wachstums-Schub, währenddessen sie Muskelmasse aufbauen. Muskeln enthalten den roten Farbstoff Myoglobin, dessen Produktion ebenfalls Eisen voraussetzt. Bei den Mädchen setzt in der Pubertät die Menstruation ein. Infolge der monatlichen Blutung verliert der weibliche Körper Ferrum.

Außerdem entscheiden sich die Jugendlichen im besagten Alter oftmals für eine Sportart. Im Hinblick auf den Eisenmangel bei Kindern stellt der Ausdauersport eine Gefahr dar. Die zugehörigen sportlichen Aktivitäten gehen mit einem erhöhten Bedarf an Eisen einher. Hierbei reicht häufig eine ausgewogene Ernährung nicht aus, um die notwendige tägliche Zufuhr zu realisieren. Deswegen empfiehlt sich in derartigen Situationen die ergänzende Einnahme von Ferrum in Form geeigneter Präparate.

 

Therapie des Eisenmangels mit Präparaten

Die angesprochenen Eisen-Präparate kommen ebenfalls zum Einsatz, um einen aufgetretenen Eisenmangel bei Kindern zu behandeln. Mediziner raten zu den Nahrungsergänzungs-Mitteln im Falle eines ausgeprägten Mangels, bei dem eine veränderte Ernährung nicht ausreicht. Die Therapie erfolgt entweder über Tabletten oder mit einer Infusion. In der Regel ziehen die Ärzte die orale Behandlung vor.

 

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Zusammengefasst fällt das Risiko eines Eisenmangels bei Kindern hoch aus. Er zeigt sich durch Schwierigkeiten bei der Konzentration oder durch Müdigkeit, Blässe und fehlenden Appetit. Experten raten den Eltern, bei ihren Kindern auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um dem Mangel vorzubeugen.

 

 

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