Besonderheiten bei Mangel an Eisen im Alter

Eisenmangel tritt besonders häufig bei Senioren auf, ursächlich für ein Defizit an Eisen zeigt sich zudem eine schlechtere Aufnahme über den Darm. Dementsprechend häufig tritt Eisenmangel im Alter auf. Das Spurenelement Eisen erfüllt wichtige Funktionen im menschlichen Körper. Die Leber speichert es in großen Mengen, Verluste ersetzt im Normalfall die tägliche Nahrung. Einige Risikogruppen wie Senioren laufen Gefahr, ihrem Organismus zu wenig Eisen zuzuführen.

Mangel im Alter

Was bewirkt Eisen im Körper von Senioren?

Schwangere und Sportler haben einen erhöhten Bedarf, den sie durch die Ernährung nicht decken. Eisenmangel bei Senioren entsteht oft durch die falsche Auswahl der Lebensmittel und durch eine unzureichende Zufuhr derselben.

Der größte Teil des Eisens befindet sich im Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, und sichert die Sauerstoff-Versorgung des Organismus. Außerdem ist Eisen Bestandteil des Myoglobins, das dieselbe Funktion in den Herz- und Skelettmuskelzellen erfüllt. Weiter unterstützt es die Funktions-Fähigkeit der Enzyme, die den Stoffwechsel steuern. Eisenmangel macht sich in vielerlei Symptomen bemerkbar, da eine große Zahl von Körperfunktionen vom Eisen abhängen.

Wie viel Eisen braucht der Mensch?

Ein erwachsener Mann hat im Schnitt vier Gramm Eisen in seinem Körper, eine Frau drei Gramm. Ein Drittel davon liegt gespeichert in Leber, Milz und Knochenmark. Die anderen zwei Drittel sind im Organismus aktiv, im Blut, in den Organen und den Herz- und Muskelzellen. Um Verluste zu ersetzen, ist der Mensch gezwungen, jeden Tag ein bis vier Milligramm des Spurenelements über die Nahrung aufzunehmen. Da der Darm nur einen geringen Teil des angebotenen Eisens verwertet, liegt der tägliche Eisenbedarf bei zehn bis 15 Milligramm.

 

Wodurch entsteht Eisenmangel im Alter?

Eine ausgewogene Ernährungsweise gewährleistet eine ausreichende Versorgung mit den notwendigen Spurenelementen. Eisenmangel bei Senioren entsteht häufig durch falsche Ernährung oder Appetitlosigkeit. Ein weiterer Grund ist die verminderte Aufnahme-Fähigkeit des Darms im Alter. Dazu kommen vermehrt Krankheiten des Verdauungs-Apparates, die verhindern, dass der Körper genug neues Eisen aufnimmt.

 

Die Folgen für Senioren bei Eisenmangel

Laut Studien leiden in Europa und den USA mehr als zehn Prozent der über 65-Jährigen und 20 Prozent der 80-Jährigen an einem Eisendefizit. Die Folge ist Blutarmut, Anämie genannt. Deren Auswirkungen sind vielfältig und gravierend. Die Muskel-Funktionen lassen nach und gleichzeitig die geistige Leistungsfähigkeit. Die Sturzgefahr erhöht sich, die Betroffenen sind weniger mobil, die Lebensqualität sinkt. Daraus ergeben sich Depressionen, die Gefahr von Demenz steigt an. Allgemein ist erwiesen, dass Eisenmangel im Alter das Sterberisiko steigert.

 

Was sind die Symptome von Eisenmangel bei Senioren?

Stellt eine Person eines oder mehrere der folgenden Symptome an sich fest, wendet sie sich an einen Arzt. Er stellt zuverlässig fest, ob diese an einem Eisenmangel leidet:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit,
  • trockene Haut und Schleimhäute, blasse Haut,
  • nachlassende körperliche und geistige Leistungsfähigkeit,
  • Haarausfall, brüchige Fingernägel,
  • gestörtes Wärme- und Kälteempfinden,
  • Restless Legs,
  • wiederkehrende Kopfschmerzen,
  • Schwindelgefühle.

Diese Anzeichen deuten bei Senioren auf Eisenmangel hin.

 

Eisenmangel im Alter behandeln und beseitigen

Stellt der Arzt Eisenmangel als Grund der Blutarmut fest, bestehen mehrere Möglichkeiten. Die notwendige Therapie hängt vom Grad des Mangels ab. Bei leichten Beschwerden genügt es, die Ernährung umzustellen. Hervorragende Eisenlieferanten sind Leber, Weizenkleie, Kürbiskerne, Sesam, Hülsenfrüchte, Hühnereigelb oder Pfifferlinge. Sie kurbeln den Stoffwechsel an.

Vertragen ältere Menschen diese Lebensmittel nicht oder die Anämie ist so gravierend, dass eine gesunde Ernährung nicht ausreicht, ist eine orale Eisentherapie die erste Alternative. Über mehrere Wochen oder Monate ergänzen Eisentabletten die normale Ernährung. Bei Vorliegen einer Anämie ist der Eisenspeicher in der Leber leer. Damit besteht die Aufgabe der Therapie darin, das täglich benötigte Eisen zur Verfügung zu stellen und die leeren Speicher aufzuladen.

Falls die Eisenaufnahme über den Darm nicht möglich ist, bietet sich eine intravenöse Eisentherapie an. Gegenüber der oralen Therapie bestehen verschiedene Vorteile. Intravenös verabreichtes Eisen wirkt schneller. Eine regelmäßige Einnahme von Tabletten oder Kapseln ist nicht nötig. Für Patienten mit Magen-Darm-Problemen ist diese Therapie hervorragend verträglich.

Einen Sonderfall bilden Krankheiten wie Herzschwäche, Arthritis, Krebs oder Nierenversagen. In genannten Fällen ist genügend Eisen im Körper, das er nicht zu verwerten vermag. In der Folge ergibt eine orale Therapie keinen Sinn, sodass der Arzt auf eine intravenöse Gabe des Spurenelements ausweicht. Diese ergänzt er mit Erythropoetin, einem Hormon zur Blutbildung.

Vorbeugen und die Wirkung der Therapien kontrollieren

Ältere Menschen tun gut daran, zusammen mit dem Arzt, einen möglichen Eisenmangel zu beobachten. Prävention gelingt mit gesunder und ausgewogener Ernährung. Nach einer oralen oder intravenösen Therapie ist zu prüfen, ob die Symptome dauerhaft verschwinden.

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