Tabletten bei Eisenmangel – wie gut helfen sie?

Eisenmangel mit Tabletten zu behandeln, gehört zu den üblichen Therapieformen dieser Mangelerscheinung. Die Tabletten ohne ärztliche Anweisung zu nehmen, endet unter Umständen tödlich.

Eisenmangel erkennen und entgegenwirken

 

Frau nimmt Eisen als Nahrungsergänzungsmittel einTabletten für die Therapie bei Eisenmangel

Mit der Anwendung von Tabletten gegen den Eisenmangel behandelt der Arzt das Symptom.

Neben diesem Ausgleich sucht er nach der eigentlichen Ursache, um den Eisengehalt im Körper dauerhaft zu stabilisieren. Nimmt der Patient nicht genügend Eisen über die Nahrung auf, gleicht der Arzt den Eisenmangel durch Tabletten aus.

 

Diese substituieren das fehlende Eisen. Der Patient nimmt die Tabletten ein bis zwei Stunden vor der nächsten Mahlzeit ein- bis zweimal täglich ein. Der Körper verarbeitet das Eisen in nüchternem Zustand besser als bei vollem Magen. Die empfehlenswerte Dosis für Erwachsene überschreitet 100 bis 150 Milligramm am Tag nicht.

 

Nebenwirkungen von Tabletten bei Eisenmangel

Unter Umständen treten Bauchschmerzen und Übelkeit als Nebenwirkungen von Eisenpräparaten auf. Entwickelt der Patient solche Symptome, verschreibt der behandelnde Arzt ein anderes Präparat. Eventuell reduziert er die Dosis.

 

Patienten vertragen verschiedene Eisenprodukte individuell unterschiedlich gut. Kommt es weiterhin zu Bauchschmerzen und Übelkeit, nimmt der Patient das Medikament während oder nach der Mahlzeit ein. Dann füllt der Körper seine Eisenreserven zwar schlechter auf, aber die Verträglichkeit erhöht sich. Dagegen üblich und unbedenklich erweist sich die dunkle Verfärbung des Stuhls in der Eisentherapie. Der Körper scheidet den größten Teil des Eisens aus. Daher verläuft die Behandlung bei Eisenmangel mit Tabletten in der Mehrzahl der Fälle über zwei bis drei Monate. Der Eisenspeicher des Körpers füllt sich nur langsam auf.

Kommt es bei der Therapie von Eisenmangel mit Tabletten zu schweren Unverträglichkeits-Reaktionen, führt der Arzt das Eisen über die Vene zu. Diese Art der Substitution findet zwei- bis dreimal in der Woche statt. Bei der Gabe über die Vene kommt es unter Umständen zu Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle. Zur Vermeidung einer übermäßigen Reizung der Vene gibt der Arzt das Präparat über eine große Venenkanüle. Selten erfolgen anaphylaktische Reaktionen auf das Eisen.

 

Überdosierung und Unverträglichkeit mit anderen Medikamenten

Schwere Vergiftungserscheinungen stellen die Folge einer Überdosierung dar. Kleinkinder benötigen nur eine geringe Dosis von 500 bis 1.000 Milligramm, um Vergiftungserscheinungen zu zeigen. 2.000 bis 3.000 Milligramm, was 20 bis 30 Tabletten entspricht, genügen, um ihrer Vergiftung zu erliegen. Zugang zu dieser Menge verschaffen sich Kinder leicht. Auf eine Überdosis Eisen deuten die Symptome Erbrechen, Übelkeit, Fieber und Blutdruckabfall hin.

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Mit folgenden Medikamenten vertragen sich Eisentabletten nicht, da sie die Resorption wechselseitig stören:

  • Antazida zum Neutralisieren der Magensäure
  • Antibiotika
  • Colestyramin bei hohen Cholesterinwerten.

 

Ende der Therapie mit Eisentabletten

Nach zwei Monaten Behandlung von Eisenmangel mit Tabletten erreicht die Hämoglobin-Konzentration im Blut ihren Normalwert, nach drei Monaten das Serumferritin. Verhält es sich nicht so, besteht die Möglichkeit, dass es nicht zur Einnahme der Tabletten gemäß der ärztlichen Anweisung kam. Alternativ liegt unter Umständen eine Störung des Organismus vor oder der Arzt beurteilte die Symptome falsch. Dann sucht der Arzt erneut nach der Ursache des Eisenmangels.

 

Vor- und Nachteile von Eisentabletten

Eigenmächtiges Schlucken von Eisentabletten betrachtet das Bundesinstitut für Risikobewertung kritisch. Kinder vergiften sich an extremen Überdosen. Laut Tierversuchen erhöht sich bei zu viel Eisen das Risiko für Krebs, Diabetes Typ 2 und Herzleiden. Zurzeit besteht Unklarheit, welcher Eisenwert die Risikogrenze darstellt. Patienten mit Eisenmangel nehmen die Tabletten daher nur auf Anweisung des Arztes ein. Große Vorteile bietet die Eisenmangel-Therapie Schwangeren. 92 Studien untersuchten etwa 1,8 Millionen Frauen. Eine Analyse der Ergebnisse zeigt, dass die Eisentabletten der Blutarmut entgegenwirken sowie dem Risiko, ein untergewichtiges Baby zu gebären.

 

Eine Therapie von Eisenmangel mit Tabletten bietet gewisse Risiken. Daher greift der Patient nur unter ärztlicher Aufsicht zu den Eisentabletten. Die Gesundheit von Schwangeren unterstützt eine Substitution durch Tabletten und vermeidet Risiken während der Schwangerschaft.