Die Nebenwirkungen von Eisen-Präparaten und Tabletten

Leiden die Patienten unter einem Eisenmangel, verschreiben die Mediziner ihnen Eisentabletten. Dadurch besteht die Möglichkeit, das Risiko einer gefährlichen Mangelerscheinung zu minimieren. Neben den Präparaten lohnt sich die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die Eisen behalten. Jedoch bedenken sie, dass durch die Eisentabletten Nebenwirkungen entstehen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Eisenvergiftung. Weitere gesundheitliche Komplikationen, die durch die Einnahme der Tabletten auftreten, zeigen sich in Form von Verstopfung und Übelkeit.

Eisenmangel erkennen und entgegenwirken

Zudem klagen die Betroffenen über Appetitlosigkeit. Nehmen die Patienten Eisenpräparate zu sich, kommt es unter Umständen zu einer Überlastung mit der Substanz. Auf die Weise entwickelt sich ein Eisenmangel zu einer Überversorgung.

Eisentabletten-Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von zuviel Eisen – Urheber: dolgachov / 123RF

 

Welche Komplikationen treten durch die Tabletten auf?

Sobald die Mediziner bei ihren Patienten einen Mangel an Eisen diagnostizieren, verschreiben sie ihnen Eisenpräparate. Jedoch bedenken die Betroffenen, dass sie die Tabletten nur über einen bestimmten Zeitraum einnehmen. Ansonsten führen die Eisentabletten zu Nebenwirkungen, zu denen beispielsweise starke Magenschmerzen gehören. Personen, die ausschließlich an einem leichten Eisenmangel leiden, verwenden die Kapseln besser unter ärztlicher Aufsicht. Der Grund besteht darin, dass ein dauerhafter Konsum für einen gesunden Körper als unnötig gilt.

 

Vorrangig bei schwangeren Frauen oder Damen, die einen Kinderwunsch äußern, verschreiben die Ärzte die Eisenpräparate. Der Fall tritt ein, wenn die betroffenen Patientinnen an einer Mangelerscheinung leiden. Bei den Tabletten achten die Mediziner darauf, dass sie zusätzlich Folsäure enthalten.

Nehmen die Verbraucher die Kapseln über eine lange Zeit zu sich, führen die Eisentabletten zu Nebenwirkungen, die den Magen-Darm-Trakt betreffen. Dazu zählen:

  • Magendrücken,
  • Verstopfung,
  • eine Dunkelfärbung des Stuhls,
  • Durchfall
  • mangelnder Appetit.

 

Ebenso besteht die Möglichkeit, dass Überempfindlichkeitsreaktionen entstehen. In der Regel erweisen sich die gesundheitlichen Komplikationen als nicht schwerwiegend. Trotzdem empfehlen die Ärzte einen sofortigen Abbruch der Therapie. Das bedeutet, dass die Patienten auf die weitere Einnahme der Präparate verzichten. Geschieht das nicht, kommt es zu einer Verschlimmerung der Beschwerden. Durch eine Beratung beim Mediziner erfahren die Kunden, welche Arzneimittel für sie verträglich sind.

Beispielsweise existieren bei den Eisenpräparaten Brausetabletten, die nur zu einer geringen Belastung des Magens führen. Zudem stehen beispielsweise praktische Weichkapseln, die sich erst innerhalb des Darms auflösen, im Vordergrund. Um einer Verstopfen als Nebenwirkung der Eisentabletten vorzubeugen, trinken die Verbraucher eine größere Menge Flüssigkeit. Die Ärzte raten in dem Fall zu Wasser, da keine zusätzliche Reizung existiert.

 

Weitere Nebenwirkungen der Eisentabletten

Bei der Einnahme der Eisenpräparate kommt es im gleichen Fall zu Wechselwirkungen. Der Umstand erhält Relevanz, sofern die Patienten weitere Medikamente konsumieren. Speziell bei Antibiotika kommt es durch die Nahrungsergänzungsmittel zu einer verschlechterten Wirksamkeit. Zu den Arzneien, auf welche die Tatsache zutrifft, zählen Ciprofloxacin und Tetrazykline. Des Weiteren beachten die Verwender, dass sich die Spanne zwischen der richtigen Zufuhr und einer Überdosierung bei Eisen als eng erweist.

Um eine übermäßige Dosierung zu vermeiden, erforschten Wissenschaftler in der Studie „Efficacy and tolerability of low-dose iron supplements during pregnancy: a randomized controlled trial“ niedrige Eisengaben. Zu den Experten, die an der 2003 erschienenen Publikation arbeiteten, zählten Makrides M et al. Die Ärzte verschreiben die Präparate ausschließlich, wenn ein deutlicher Eisenmangel bei den Patienten besteht. Aufgrund der Nebenwirkungen der Eisentabletten warnen die Mediziner vor einer Eigenmedikation.

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Konsumieren die an einem Eisenmangel betroffenen Patienten die Präparate zu lange, kommt es zu erhöhten Eisenwerten. Sie gelten als Risikofaktor für die koronaren Herzerkrankungen. Dazu zählen beispielsweise ein Herzinfarkt oder die Arteriosklerose. Der Grund besteht darin, dass sich im Blut freie Eisenionen befinden. Sie fördern die Entstehung von Sauerstoffradikalen. Die chemischen Verbindungen führen zu einer Beschädigung des zellulären Gewebes. Des Weiteren vermuten die Ärzte, dass sich das Risiko, an Krebs zu erkranken, durch die freien Ionen des Eisens verstärkt.

 

Ab wann ist zuviel Eisen gefährlich?

Bereits bei Eisenwerten, die sich im oberen Normbereich befinden, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, an einer Tumorerkrankung zu leiden. Daher führen vorwiegend unsachgemäß eingenommene Eisentabletten zu Nebenwirkungen, die sich irreparabel zeigen. Liegt bei den Betroffenen ein deutlicher Eisenmangel vor, gelangt die konsumierte Substanz zum Transportprotein Transferrin. An dieses bindet sich das Eisen und findet bei der Bildung der roten Blutkörperchen, der Erythrozyten, Verwendung. Auf die Weise existieren kaum freie Eisenionen aus denen die Radikalbildung resultiert.

Weiterhin besitzt der menschliche Körper mehrere Schutzfunktionen, die eine erhöhte Eisenaufnahme verhindern. Jedoch gilt der Umstand für das Eisen aus Nahrungsmitteln. In Eisenpräparaten präsentiert sich die Konzentration deutlich stärker. Daher führen die Eisentabletten zu Nebenwirkungen, die bereits nach einer kurzen Einnahmedauer auftreten. Bei einem gefüllten Eisenspeicher nimmt der Organismus zehn Prozent des Eisens aus der Nahrung auf. Patienten mit einem Eisenmangel verfügen über eine höhere Resorptionsrate. Diese liegt bei bis zu 30 Prozent.

 

Bei schwangeren Frauen liegt diese Menge bei bis zu 60 Prozent. Hierbei warnen die Mediziner davor, dass der körpereigene Schutzmechanismus Grenzen aufweist. Durch die Einnahme übermäßig vieler Eisentabletten sind Nebenwirkungen mit weitreichenden Folgen zu befürchten. Durch die Überdosierung der Substanz entsteht beispielsweise eine starke Beschädigung der regulierenden Darmzellen. Dadurch gelangen die Mineralstoffe in die Blutbahn. Zusätzlich greifen die überzähligen Eisenionen die Gefäße des Herzens und der Leber an.

Zu den hauptsächlich auftretenden Nebenwirkungen bei einer erhöhten Eisenzufuhr gehört eine verstärkte Anfälligkeit gegenüber Krankheiten. Bereits ungefährliche Bakterien führen in dem Fall zu einer schweren Infektion. In einigen Eisenpräparaten existieren Stoffe, die im Organismus zu gesundheitlichen Problemen führen. Beispielsweise beklagen sich die Betroffenen über Sodbrennen, Erbrechen und starke Bauchschmerzen. Durch eine eigenmächtige Steigerung der Dosis häufen sich die Nebenwirkungen. Zusätzlich erhöht sich das Risiko, dass eine Unterversorgung mit anderen Nährstoffen entsteht.

 

Tipps für Personen mit einem Eisenmangel

Diagnostiziert der Hausarzt bei Ihnen einen starken Eisenmangel, erhalten die Eisenpräparate einen hohen Stellenwert. Durch ihre Einnahme gewährleisten Sie, dass keine gefährlichen Folgen der Mangelerscheinung auftreten. Jedoch konsumieren Sie die jeweiligen Tabletten nur über den begrenzten Zeitraum, den Ihnen der Mediziner empfiehlt. Durch Selbstmedikation oder eine eigenständige Verlängerung der Verabreichung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Nebenwirkungen zeigen. Bereits nach kurzer Zeit besteht die Möglichkeit, dass die Patienten Schmerzen in der Magengegend oder Übelkeit verspüren.

Zudem geht eine übermäßige Eisenzufuhr mit Appetitlosigkeit, Sodbrennen und Erbrechen einher. Durch die Einnahme der Tabletten entwickelt sich ihr Eisenmangel unter Umständen zu einer Überversorgung. Durch einen Schutzmechanismus gleicht der Organismus diese aus. Jedoch bedenken Sie, dass die Schutzwirkung Grenzen aufweist. Überschreiten Sie die empfohlene Dosierung der Eisenpräparate, droht eine Beschädigung der Darmzellen. Dadurch gelangt das Eisen ungehindert ins Blut und führt zur Bildung freier Sauerstoffradikale.

 

weiterführend:

https://www.ugb.de/eisenmangel-eisenbedarf/eisenmangel-eisenpraeparate/