Eisenmangel Symptome und Anzeichen erkennen?

Die typischen Eisenmangel Symptome

Was sind die Symptome eines Eisenmangels? Wer kennt das nicht. Man fühlt sich abgeschlagen und antriebsschwach, klagt über Kopfschmerzen oder ist ständig müde. Viele Menschen denken, dass diese Symptome vielleicht mit dem täglichen Stress, einem Wetterumschwung oder einer leichten Erkältung zu tun haben.

Konzentrationsmangel, Müdigkeit und Kopfschmerzen

Eisenmangel im BlutAndere vermuten, dass eine Frühjahrsmüdigkeit oder Winterdepression dahintersteckt. Genau diese Symptome können auf einen Eisenmangel hinweisen, der im unbehandelten Fall sogar zur Blutarmut (Eisenmangelanämie) führen kann.

Das Spurenelement Eisen ist maßgeblich für die Bildung des Hämoglobins im Blut zuständig. Je nach Alter und Geschlecht benötigt der Körper zwischen 10 bis 15 Milligramm blutbildendes Eisen pro Tag. Ohne Hämoglobin kann das Blut keinen Sauerstoff von der Lunge zu den einzelnen Zellen transportieren.

Organe wie Hirn, Herz-Kreislauf-System, Magen-Darm-Trakt oder die Muskeln erhalten nicht mehr ausreichend Sauerstoff. Dies führt zu erheblichen Funktionsstörungen wie dauernder Müdigkeit oder auffallender Blässe. Andauernder Eisenmangel hat enorme Auswirkungen auf den gesamten menschlichen Organismus. Daher sollten Patienten Eisenmangel Symptome unbedingt ernst nehmen und vom Hausarzt abklären lassen.

Symptome sicher erkennen und diagnostizieren

Ärzte diagnostizieren die charakteristischen Symptome eines bestehenden Eisenmangel oft zufällig im Rahmen einer Reihenuntersuchung, sodass dieser über längere Zeit unentdeckt bleibt.

Einerseits nehmen manche Patienten die typischen Eisenmangel Symptome gar nicht richtig wahr und andererseits kann der Körper Eisen bis zu einer bestimmten Menge speichern. Bei kurzzeitigen Defiziten infolge einseitiger Ernährung oder starken Blutungen zapft der Körper diese Reserven an. Erst wenn die Eisenspeicher leer sind, treten Eisenmangel Symptome wie:

  1.         auffallend blasse Hautfarbe,
  2.         Müdigkeit trotz ausreichenden Schlafes,
  3.         Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit,
  4.         Kopfschmerzen,
  5.         verstärktes Kälteempfinden,
  6.         Konzentrationsmangel und Vergesslichkeit,
  7.         Luftnot und Herzrasen sowie
  8.         Gereiztheit

auf.

Auch brüchige Haare und Fingernägel sowie rissige Mundwinkel deuten auf einen Eisenmangel hin. Die Symptome können sowohl einzeln als auch zusammen und in unterschiedlicher Intensität auftreten.

Untersuchung des Blutes schafft Gewissheit

Bei Auftreten einer oder mehrerer Eisenmangel Symptome ist den Betroffenen anzuraten, möglichst zeitnah ihren Hausarzt zu konsultieren. Dieser führt nach einer eingehenden Anamnese eine Blutuntersuchung durch, um die Eisenwerte zu bestimmen.

Bei Eisenmangel sind die Werte für Hämoglobin und Ferritin zu niedrig, während das Transferrin erhöht ist. Der nächste Schritt ist, die Ursache für den Eisenmangel zu finden. Neben einer einseitigen Ernährung stecken oftmals auch innere Blutungen dahinter, die der Patient manchmal gar nicht bemerkt. Nicht selten sind zur Abklärung der Ursachen weitere Untersuchungen oder eine Überweisung zu einem Spezialisten notwendig. Erst wenn Klarheit über die Ursachen des Eisenmangels besteht, kann der Arzt eine geeignete Therapie in die Wege leiten.

Die bekannten Eisenmangel Symptome können aber auch völlig anderer Natur sein. Beispielsweise sind brüchige Haare und Nägel sowie häufige Gereiztheit und Antriebslosigkeit Indizien für eine Fehlfunktion der Schilddrüse.

Kopfschmerzen und Konzentrationsmangel treten auch bei verschiedenen Infektionskrankheiten auf. Eisenmangel Symptome können nur einen Hinweis auf eine mögliche Erkrankung oder Mangelerscheinung geben. Diese muss der Haus- oder Facharzt bestätigen.

Behandlung der Eisenmangel Symptome

Eisenmangel lässt sich mit Eisenpräparaten, oral oder intravenös verabreicht, sehr gut behandeln. Wichtig ist neben der richtigen Dosierung die Dauer der Einnahme. Diese kann sich über mehrere Wochen oder gar Monate hinziehen.

Bei den meisten Patienten bessern sich die Eisenmangel Symptome schon nach kurzer Zeit und klingen im weiteren Verlauf der Therapie gänzlich ab. Vor allem bei der oralen Einnahme treten häufig Nebenwirkungen wie Übelkeit, Völlegefühl oder Verstopfung auf. Die intravenöse Variante bietet den Vorteil, dass das Eisen ohne Umwandlung sofort ins Blut gelangt.

Eisenmangel selbst behandeln?

Patienten sollten Eisenmangel Symptome niemals ohne ärztlichen Rat mit frei verkäuflichen Eisenpräparaten aus der Apotheke oder dem Internet behandeln. Einerseits bedarf es einer Blutuntersuchung, um einschätzen zu können, ob ein Eisenmangel vorliegt und andererseits besteht die Gefahr einer Überdosierung.

Ein Zuviel an Eisen wirkt sich schädlich auf Leber, Herz, Augen und Bauchspeicheldrüse aus und erhöht das Krebsrisiko. Wer sich vor einem Eisenmangel schützen möchte, sollte auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung achten. Ein regelmäßiger Check-up beim Hausarzt, dessen Kosten die meisten Krankenkassen übernehmen, gibt Gewissheit über die Blutwerte und den allgemeinen Gesundheitszustand.

Wer sollte besonders auf Eisenmangel Symptome achten?

Eisenmangel kann jeden Menschen unabhängig von Alter und Geschlecht treffen. Besonders gefährdet sind werdende und stillende Mütter, Frauen mit starker Regelblutung sowie Leistungssportler.

Ebenso sollten Kinder und Jugendliche während ihrer Wachstumsphase und regelmäßige Blutspender auf die typischen Eisenmangel Symptome Obacht geben. Eisen geht nicht nur durch Blutungen verloren. Eisen geht auch durch Schweiß, Stuhl und Urin verloren.

Beispielsweise verliert der Körper mit einem Liter Schweiß rund 1,2 Milligramm Eisen, bei einer Blutspende sind es 250 Milligramm, bezogen auf 500 Milliliter Blut. Gesunde Menschen gleichen dieses Defizit mit der Nahrung problemlos wieder aus.