Ursachen für die Müdigkeit bei Eisenmangel

Bei Eisenmangel ist Müdigkeit und Antriebslosigkeit ein häufiges und sicheres Symptom einer Mangelerscheinung. Patienten fühlen sich daneben dauerhaft chronisch kraftlos.Zur Eisenmangel-Müdigkeit kommt es, wenn ein Betroffener das Mineral in nicht ausreichenden Dosen zu sich nimmt. Eisen benötigt der Organismus bei der Blutbildung und für den Transport von Sauerstoff.

Eisenmangel erkennen und entgegenwirken

Eisenmangel Müdigkeit

Dauerhaft müde und erschöpft?

Dauerhafte körperliche Erschöpfungs-Symptome deuten unter Umständen auf eine mangelhafte Ernährung hin. Dabei bildet Eisen einen wichtigen Bestandteil. Im Fall von Eisen läuft die Produktion nicht durch den Organismus selbst. Stattdessen besteht die Notwendigkeit, das wertvolle Mineral über Eier, Fleisch, Fisch, Gemüse und Hülsenfrüchte aufzunehmen.

Der Körper benutzt Eisen, um den Stoffwechsel zu fördern. Außerdem stellt er den Transport von Sauerstoff aus der Lunge in die Zellen durch Eisen sicher. Eisen trägt entscheidend zur Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin bei. Fehlt Hämoglobin im Blut, gelingt es den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) nicht, den Sauerstoff an seinen Bestimmungsort zu bringen. Es besteht der Bedarf an täglichem Nachschub über die Nahrung, da der Körper das Eisen täglich verbraucht.

Bei fehlendem Eisen kommt es zur Eisenmangel-Müdigkeit, da das Blut die Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Durch diese Unterversorgung mit Sauerstoff entwickelt der Körper Müdigkeits- und Erschöpfungs-Gefühle. Neben Eisenmangel-Müdigkeit treten in der Regel brüchige Fingernägel und Haare oder eingerissene Lippen auf.

 

Wie beugen Betroffene dem Eisenmangel vor?

Eisenmangel stellt ein relatives Phänomen dar, da sich der Bedarf an Eisen nach Geschlecht und Alter unterscheidet. Kinder und Jugendliche brauchen mehr Eisen, da sie sich in der Wachstumsphase befinden. Darüber hinaus steigen der Eisenbedarf und die Anfälligkeit für Eisenmangel-Müdigkeit bei Frauen.

Aufgrund der monatlichen Menstruationsblutung oder einer Geburt besteht bei Frauen ein erhöhter Bedarf an dem wichtigen Mineralstoff. Mit dem Blutverlust geht eine Reduktion des Eisengehaltes im Blut einher, das Frauen anderweitig ersetzen. Am Tag nehmen Frauen 15 Milligramm Eisen über die Nahrung auf, Männer zehn, um der Eisenmangel-Müdigkeit vorzubeugen.

Auch Leistungssportler erweisen sich für die Eisenmangel-Müdigkeit als anfällig, da sie beim Schwitzen große Mengen an Eisen verlieren. Außerdem nehmen Vegetarier zusätzlich eisenhaltige Produkte auf, da sie auf den größten Lieferanten des Mineralstoffs, dem Fleisch, verzichten.

 

Müdigkeit durch die richtige Ernährung verhindern

Der Mensch leidet schnell an Eisenmangel, da sein Körper den Mineralstoff nicht selbstständig herstellt. Durchschnittlich verliert er täglich 1,5 Milligramm. Die Zufuhr von Eisen geschieht ausschließlich durch die Aufnahme in der Nahrung. Häufig verarbeitet der Organismus ein Zehntel des aufgenommenen Eisens. Bei der gleichzeitigen Einnahme von Vitamin C erhöht sich die verarbeitete Menge, da es bei der Aufnahme von Eisen hilft. Daher besteht eine besondere Notwendigkeit bei Eisenmangel-Müdigkeit, Eisen durch die Ernährung einzunehmen.

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Bei Eisenmangel und Müdigkeit, die aus dem fehlenden Eisen resultiert, empfehlen Mediziner Fleisch, Vollkornprodukte und Gemüse. Bei pflanzlichen Nahrungsmitteln besteht der Nachteil, dass der Körper das darin enthaltene Eisen schwer verarbeitet. Einfacher gelingt es dem Organismus bei tierischen Produkten wie Fisch oder Fleisch.

Daher raten Ärzte Vegetariern, den Ausfall anderweitig zu kompensieren. Sie empfehlen Gemüse, das Eisen enthält, wie Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Rote Bete. Auch Linsen, Sojabohnen, Weizenkeime und Leinsamen stellen eine gute Eisenquelle dar. Die sogenannten Pseudogetreide Quinoa, Amarant und Hirse bieten ebenfalls viel Eisen. Mithilfe solcher Ernährung kommt es nicht zur Eisenmangel-Müdigkeit.

 

Müdigkeit mit Eisen-Präparaten bekämpfen?

Eisen-Präparate auf Verdacht und eigene Faust einzunehmen, birgt gewisse Risiken. Diese Mittel aus Apotheke oder Drogeriemarkt stocken den Eisenaushalt auf und mindern die Eisenmangel-Müdigkeit. Jedoch besteht die Gefahr einer sogenannten sekundären Hämochromatose. Diese Erkrankung resultiert aus einer Eisenüberladung.

Die ersten Symptome der Hämochromatose erkennen Betroffene in der Regel nicht. Jedoch kommt es bei der Erkrankung zu gravierenden Spätfolgen. Überschüssiges Eisen lagert sich in den Organen ab und stört dauerhaft deren Funktionen. Daher konsultiert ein Patient bei Eisenmangel und Müdigkeit am besten den Hausarzt, der die passende Dosis für ihn bestimmt. So kommt es nicht zu einer Überladung durch Eisen und den schwerwiegenden Folgeerscheinungen.

Eisenmangel ist bei Müdigkeit eine häufige Ursache. Dabei transportiert der Organismus durch das fehlende Eisen nicht mehr genug Sauerstoff in die Organe. Zu einem Ausgleich des Mangels verhilft eine eisenreiche Nahrung, die aus Zutaten wie Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten besteht.

 

veröffentlicht von: Anna Nilsson,

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