Wenn der Eisenwert zu hoch ist – Symptome, Ursachen und Hilfe

Sprechen Mediziner vom Eisenwert, meinen sie das im Blut befindliche Serum-Ferritin. Speziell bei Frauen kommt es zu dessen Mangel, sobald die Periode einsetzt. Jedoch erweist sich nicht ausschließlich das Fehlen des Eisens als gefährlich. Erscheint der Eisenwert hoch, leiden die Patienten an charakteristischen Symptomen. Beispielsweise setzen starke Schmerzen in den Muskeln und den Gelenken ein. Auch eine unerklärliche Müdigkeit stellt ein Anzeichen für den hohen Eisenanteil im Blut dar.

Eisenmangel erkennen und entgegenwirken

 

Wenn der Eisenwert zu hoch ist

Wenn der Eisenwert zu hoch ist, Blutwerte Kontrolle im Labor Urheber: luchschen / 123RF

Was stellt der Eisenwert dar?

Um den Eisenwert zu ermitteln, bestimmen die Ärzte das Ferritin im Blutserum. Hierbei bedenken die Patienten, dass der gemessene Wert unter Umständen mit dem körpereigenen Speichereisen korreliert. Es besteht eine wechselseitige Beziehung. Ausschließlich bei einer Eisenüberladung hebt sich dieses Phänomen auf. Stellt sich der Eisenwert hoch dar, resultiert dies unter Umständen aus einer Erkrankung. Bakterielle und virale Infekte führen ebenso wie Tumore zu einer „falschen“ Erhöhung des Werts. Aus dem Grund konzentrieren sich die Mediziner zusätzlich auf den Entzündungsmarker CRP.

 

Befindet er sich nicht in der Blutprobe, liegt eine tatsächliche Eisenüberladung vor. Dabei liegt die Konzentration des Ferritins deutlich über der Normgrenze. Bei männlichen Patienten liegt sie zwischen 30 und 300 Mikrogramm pro Liter. Frauen weisen eine normale Eisenmenge von zehn bis 200 Mikrogramm je Liter auf. Ist der Eisenwert hoch, entstehen im schlimmsten Fall gesundheitliche Komplikationen. Beispielsweise treten diese Folgen auf:

 

  • Schäden im Bereich der Leber,
  • Herzinfarkt
  • sowie die Tumorbildung in der Bauchspeicheldrüse.

 

Zusätzlich erhöht eine Eisenüberladung die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken. Das belegt die Studie: „Elevated serum ferritin levels predict new-onset type 2 diabetes: results from the EPIC-Norfolk prospective study“. Die im Mai 2007 veröffentlichte Publikation stammt von Harding AH et al.

 

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Der Eisenwert ist hoch – was heißt das?

Der Überschuss an Ferritin zeigt sich in Deutschland ebenso weit verbreitet wie der Eisenmangel. Dabei beachten die Verbraucher, dass eine Eisenüberladung bereits bei einer leichten Erhöhung stattfindet. Zudem spielt das Alter der Patienten eine wesentliche Rolle. Bei Senioren liegen die Normwerte deutlich niedriger, sodass ein vermeintlich normaler Eisenwert hoch ist. Bei jungen Menschen resultiert der Eisenüberschuss aus der Eisenspeicherkrankheit. In der Medizin nennt sie sich Hämochromatose. Hierbei entnimmt der Dünndarm der Nahrung übermäßig viel Eisen.

Zusätzlich erhöht eine einseitige Ernährung das Risiko, an einem hohen Eisenspiegel zu leiden. Zu den Lebensmitteln, die viel Ferritin enthalten, gehören:

  • Vollkornprodukte,
  • Nüsse,
  • Linsen,
  • rotes Fleisch
  • und weiße Bohnen.

 

Des Weiteren nehmen die Patienten unter Umständen Eisenpräparate zu sich, ohne dies vorher mit dem Arzt abzusprechen. Dadurch steigt der Eisenwert enorm an. Folglich lagert sich die Substanz in den Organen ab. Leiden die Betroffenen an einem erhöhten Ferritinwert, bemerken sie typische Merkmale. Dazu zählen Bauchschmerzen und Krämpfe, die durch die Ablagerung des Eisens in der Bauchspeicheldrüse entstehen. Auch Schmerzen an den Gelenken weisen auf die gesundheitliche Komplikation hin.

 

Speziell im Bereich der Finger bilden sich Entzündungen, die einer Arthritis ähneln. Ebenso spüren die betroffenen Personen ein starkes Stechen in der Brust. Das liegt an dem Umstand, dass sich das überschüssige Eisen im Herzmuskel ablagert. Dadurch verkalken die Gefäße und es kommt zu einer Beschädigung der Zellen. Ein weiteres Anzeichen stellt die verminderte Lust dar. Vorwiegend betrifft die Impotenz Männer, da sich das Eisen in den Hormondrüsen absetzt. Dadurch entsteht die erektile Dysfunktion.

Treten bei Ihnen ein oder mehrere Symptome auf, konsultieren Sie den Hausarzt und bitten um eine Blutuntersuchung. Stellt er einen Überschuss an Eisen fest, rät er beispielsweise zu der Aderlass-Therapie. Dabei entnimmt er Ihnen alle zwei Wochen 500 Milliliter Blut. Der Sinn besteht darin, den Ferritinwert auf das normale Maß zu senken. Zeigt die Behandlung Erfolg, spielt auch Ihre Lebensweise eine besondere Rolle. Das bedeutet, Sie ernähren sich besser ausgewogen und nehmen ausreichend vitaminhaltige Kost zu sich.