Kann ein Eisenmangel zu dauerhaften Haarausfall führen?

Mangelt es einem Organismus an Eisen, kommt es zu einer Unterversorgung im Körper des Betroffenen. Bereits bei einem geringen Eisenmangel ist Haarausfall ein typisches Symptom. Als erstes Anzeichen für das Fehlen des Eisens im Blut entsteht der Haarausfall sogar früher als die charakteristischen Merkmale für eine Eisenmangel-Anämie. Jedoch stoppen die Betroffenen eines Haarausfalls durch Eisenmangel das Problem leicht, indem sie ihre Ernährung umstellen.

 

Der Körper braucht eine kontinuierliche Zufuhr an Eisen

Die Haarfollikel zählen zu den Zellen im Organismus, die sich am aktivsten teilen. Um diese Teilung sicherzustellen, benötigen sie einen hohen Stoffwechselumsatz. Das bedeutet, dass der Körper für den Prozess vermehrt Nährstoffe, Spuren-Elemente und Vitamine benötigt. Eisen spielt in dem Fall eine tragende Rolle. Das in dem Hämoglobin auftretende Eisen sorgt für den Transport von Sauerstoff von der Lunge zu anderen wichtigen Organen.

Kommt es zu einem Eisenmangel aufgrund einer falschen Ernährung oder einer Erkrankung, greift der Organismus zuerst das körpereigene Eisen an. Aus diesen Reserven schöpft er die täglich benötigte Dosis. Existiert das Eisendepot nicht mehr, nutzt der Körper das Eisen aus dem roten Blutfarbstoff, um seinen Bedarf zu sättigen. Dadurch verlangsamt sich der Sauerstoff-Transport und einige Zellen leiden unter einer Unterversorgung. Der Organismus beliefert vorrangig relevante Organe wie Leber und Herz. Dadurch werden speziell die Zellen an den Haarfollikeln nicht ausreichend versorgt. Sie sterben ab und es kommt zu einem Haarausfall.

 

Bleibt die kontinuierliche Zufuhr von Eisen länger unterbrochen, verschlimmert sich das Problem. In diesem Fall entsteht ein diffuser Haarausfall durch Eisenmangel. Während sich die ersten Anzeichen von Alopezie bereits bei einem geringen Mangel an Eisen zeigen, treten mit dem diffusen Haarausfall charakteristische Mangelsymptome auf. Dazu gehört:

  • Erschöpfung,
  • Müdigkeit,
  • brüchige Nägel,
  • und allgemeine Abgeschlagenheit.

 

Eisenwerte geben Aufschluss über einen Eisenmangel

Bemerken die Betroffenen, dass ihnen vermehrt die Haare ausgehen, suchen sie ihren Hausarzt auf. Dieser testet bei einem Verdacht auf Eisenmangel die Eisenwerte im Körper. Bei einem gesunden Mann liegt der Wert zwischen 50 und 160 Mikrogramm Eisen in einem Deziliter Blut. Die normalen Werte bei Frauen schwanken zwischen 50 und 150 Mikrogramm in derselben Menge Blut. Liegen die gemessenen Werte unter diesem Bereich, resultiert der Haarausfall aus dem Eisenmangel.

Die Eisenwerte in einem Organismus hängen in der Regel von der Tagesform des Patienten ab. Um genauere Ergebnisse zu erhalten, messen viele Ärzte die Ferritin-Werte. Das Ferritin besteht als die Speicherform des Eisens. Die Messung dieses Werts ermöglicht es, auch eine schleichende Mangelerscheinung aufzuspüren. In diesem Fall weisen ausschließlich die Ferritin-Werte auf die niedrige Eisen-Konzentration im Körper hin. Die eigentlichen Eisenwerte befinden sich im normalen Bereich. Kommt es zu einer versteckten Eisenmangel-Anämie, zeigt sich der Haarausfall als einziges äußeres Anzeichen.

 

Gesunde Ernährung beugt einem Eisenmangel vor

Um den Haarausfall durch Eisenmangel zu therapieren, empfehlen viele Mediziner eine Umstellung der Ernährung. Eisenhaltige Nahrungsmittel helfen dabei, die Eisendepots im Körper wieder aufzufüllen. Somit gelangen mehr Nährstoffe in die Zellen, sodass sich die Haarwurzeln kräftigen. Den täglichen Bedarf an Eisen decken Männer mit einer Zufuhr von zehn Milligramm. Frauen brauchen mit 15 Milligramm Eisen pro Tag eine erhöhte Menge.

Den Haarausfall durch Eisenmangel stoppen die Betroffenen einfach durch das Essen von Blattgemüse wie beispielsweise Spinat und leckeren Salaten. Diese beinhaltet genug Eisen, um den Bedarf des Körpers auszugleichen. Weitere nützliche Nahrungsmittel zeigen sich in Form von:

  • Fleisch,
  • Nüssen,
  • Ölsaaten
  • und Mandeln.

 

Von verschiedenen Eisenpräparaten raten die Ärzte den Betroffenen eines Haarausfalls dringend ab. In zahlreichen Präparaten befindet sich eine zu hohe Dosierung des Eisens, sodass der Körper an einem Eisen-Überschuss leidet. Dadurch kommt es zu einer schnelleren Alterung der Zellen. Des Weiteren erleidet das Herz aufgrund der hohen Eisenkonzentration Schaden. Selbst bei einem starken Haarausfall aufgrund eines Eisenmangels verschreiben Mediziner ausschließlich Eisentabletten mit einer geringen Dosierung.

 

Die Zusammenfassung des Haarausfalls aufgrund von Eisenmangel

Leiden Patienten unter einem Haarausfall durch Eisenmangel, geben die Eisen- und Ferritin-Werte darüber Aufschluss. Liegen die Eisenwerte bei Erwachsenen unter 50 Milligramm pro Deziliter Blut, handelt es sich um eine Mangel-Erscheinung. Zuerst kommt es zu einer Unterversorgung der Zellen. Speziell die Haarfollikel gehören zu dem Gewebe, das zuerst abstirbt. In diesem Fall bemerken die Betroffenen einen deutlich vermehrten Haarausfall. Um diesen zu stoppen, empfehlen die Ärzte eine gesunde Ernährung.

 

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